Absurde Welt. Individualismus geht mit Isolation einher, jeder ist mit sich selbst beschäftigt um sich zufrieden zu stellen. Aber wer kann von sich behaupten, zufrieden zu sein, obwohl viele andere mit dir tauschen würde - nur um daraufhin zu entdecken, trotzdem nicht glücklich zu sein. Notorische Unzufriedenheit der Menschheit. Hat man dies, fehlt das. Und kaum spielt die Finanzwirtschaft verrückt, sorgen sich alle um ihre Ersparnisse. Geld ist wohl doch das einzige Thema, bei dem alle aufhorchen und zusammenrücken zu zittern, ob das Geld futsch ist. Irgendwie behagt mir das alles nicht.
Kookaburra - 10. Okt, 19:28
Schlossblick - 10. Okt, 20:58
Tipp
Für solche Momente reaktionären Weltfrustes ist wenigstens ein Durchblättern - wenn nicht die komplette Lektüre - eines Houellebecq-Romanes sehr zu empfehlen; er bietet die Bestätigung des eigenen Unwohlseins und unterstützt das in diesem Augenblick sich Bahn brechende "Nein!" zur Gegenwart, in der wir leben.
da haben wir was gemeinsam...
ausschnitt aus dem eintrag:
"Wenn du dich zeigst, wie du bist, dann wird das viele anziehen, manche nicht. Aber wie soll dich jemand lieben, wenn sie dich nicht kennen?"
Dieser Spruch steht im Essensraum von 7Linden, und er spricht für mich Wesentliches an. Ich selbst tue mir manchmal schwer, "anders zu sein", sein wie ich bin heißt nun mal, zu meiner Einzigartigkeit zu stehen. Dieses anders sein ist oft unerwünscht, ich spare mir jetzt die "Energie", Beispiele dafür aufzuzählen. Was aber den puren Individualismus von meinen Erfahrungen bzw. Wünschen unterscheidet, ist, dass wir und auch wieder auf das kollektiv Gemeinsame fokussieren wollen. Jeder von uns hat die Sorgen, Ängste, Sehnsüchte und Träume, die uns stets begleiten und die wir gemeinsam teilen. Gerade die aufkommende Einsamkeit, das Alleinsein, das scheinbare "Getrenntsein" wird durch den Individualismus gestärkt. Was wir brauchen ist beides: Das finden des Potenzials jedes Einzelnen und die gemeinsame Vision, das gemeinsame friedliche Zusammensein.